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Gerade in Betten tummeln sie sich besonders gerne: Hausstaubmilben.
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Symbolbild

Mensch und Milbe leben friedlich zusammen. Erst wenn eine Allergie ins Spiel kommt, entstehen Probleme. So halten Sie die Tierchen im Zaum.

Wo Menschen sind, sind auch Hausstaubmilben. Kein Wunder, denn Hautschuppen sind ihre Leibspeise. Auch Schimmelpilze stehen auf ihrem Speisezettel, denn die brauchen die Milben, um die Hautschuppen zu verdauen.

Hausstaubmilben hausen besonders gern in unseren Betten, wo sich die meisten Hautschuppen sammeln. Und Milben mögen es feucht. Ein gemachtes Bett ist ihnen lieber als ein zerwühltes, da sich hier der Schweiß, der im Schlaf verloren geht, länger hält als in lockeren Laken.

Am liebsten 25 Grad 

Milben gedeihen am besten bei Temperaturen um 25 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit. Da Staub Feuchtigkeit anzieht, bietet er den Milben optimale Lebensbedingungen. Das danken sie mit einer guten Verdauung. Von den meisten Menschen wird das gar nicht bemerkt. Doch manche reagieren allergisch auf die Ausscheidungen.

Anti-Milben-Plan

So machen Sie es den Hausstaubmilben ungemütlich:

1. Milbenundurchlässige Bezüge (Encasings) für Bettbezug und Matratze nutzen. Das Bett häufig lüften, die Bettwäsche wöchentlich, Encasings alle drei Monate waschen.

2. Den Schlafraum kühl und trocken halten, auf Luftbefeuchter verzichten.

3. Auf Staubfänger wie schwere Vorhänge, Felle, hochflorige Teppiche, Kissen, Plüschtiere und Trockenblumen verzichten.

4. Kurzflorigem Teppichboden auslegen oder einen glatten Bodenbelag, der am besten täglich gewischt wird.

5. Einen Staubsauger gutem Filtersystem nutzen, allerdings sollten Hausstaubmilben-Allergiker möglichst nicht selbst saugen. Ein Saugroboter kann hilfreich sein.

6. Teppiche, Polster, Kissen mit Anti-Milben-Spray aus der Apotheke behandeln.

7. Nicht waschbare Kuscheltiere ab und zu mindestens 24 Stunden ins Tiefkühlfach stecken.

Rote Augen, Atemnot

Es ist also nicht die lebende Milbe an sich, die Allergikern Probleme bereitet, sondern der Mix aus Staub, Milbenkot und toten Milben. Dann kann es sogar zu Atemnot kommen, und bei Neurodermitis können die Allergene den Juckreiz. verstärken. Da hilft nur eines: Die Übeltäter müssen weg.

Kühle Luft und Kochwäsche

Halten Sie die Räume möglichst kühl und trocken und lüften Sie Matratzen und Bettzeug regelmäßig durch. Die Bettwäsche sollte wöchentlich in die Kochwäsche gegeben werden. Bei niedrigeren Temperaturen macht den Winzlingen ein milbentötendes Mittel aus der Apotheke den Garaus. Matratzen und Kissen werden am besten mit einem milbendichten Bezug geschützt, einem Encasing.

Niembaum und Nasendusche

Anti-Milben-Sprays oder Milben-Waschmittel enthalten Extrakt aus Niembaum, der mit seinen Bitterstoffen die Tiere abschreckt. Gegen allergische Symptome wie Fließschnupfen und Augenjucken helfen Antihistaminika. Zudem lassen sich mit einer Nasendusche aus der Apotheke die Allergene ausspülen.

Milbenfreier Urlaub

An der See oder in Höhen über 1.500 Metern gibt es keine Milben. Mit dem ECARF-Siegel der European Centre for Allergy Research Foundation sind allergikerfreundliche Orte und Hotels ausgezeichnet.

Dietmar Frey,

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